Mobilität

Ja, bitte! – aber intelligent und nachhaltig!

Uneingeschränktes Ja zur Regiostadtbahn und zur Reaktivierung von Bahnstrecken

Ein gutes Mobilitätsangebot ist ein wichtiges politisches Ziel. Es stellt sicher, dass Menschen von ihrer Wohnung in die Schule und zur Arbeit kommen und dass Waren zu ihren Nutzer*innen transportiert werden können. Mobilität ist Ausdruck der persönlichen Freiheit und Voraussetzung für soziale Teilhabe. 

Angesichts der aktuellen existenziellen Erfordernisse durch den Klimaschutz und eine gerechtere soziale Chancenverteilung muss Mobilität mehr denn je intelligent, vernetzt und nachhaltig organisiert werden. Alle Mobilitätsformen, vom Zufußgehen über das Fahrrad, Busse, Bahnen und Güterverkehr bis hin zur individuellen Autofahrt müssen gut getaktet aufeinander abgestimmt werden und möglichst klimaneutral möglich sein. Den jeweils schwächsten Mobilitäts-Teilnehmer*innen gebührt dabei vorrangige Berücksichtigung, Barrierefreiheit, angemessener Raum und größtmögliche Sicherheit.    

Das Verkehrsministerium unter Winne Hermann hat für dieses Ziel die Weichen in die richtige Richtung gestellt und hilfreiche Förderprogramme aufgelegt. Im Zollernalbkreis stehen aktuell besonders zwei Projekte im Fokus: die Regiostadtbahn und die Reaktivierung von Bahnstrecken. 

Die Regiostadtbahn nach dem Karlsruher Verkehrsmodell wurde in den 1980er-Jahren erstmals von den Tübinger GRÜNEN eingefordert, wofür sie viel Spott erhielten. Inzwischen stehen alle demokratischen Parteien hinter diesem Projekt, das seine ersten Erfolge zeigt. Die Regiostadtbahn ermöglicht über mehrere neu geschaffene Haltepunkte einen schienengebundenen Personennahverkehr auf Bahn- und Straßenbahnlinien von den Wohnlagen zu den hauptsächlichen Zielorten der Region. Sie dient damit dem Schüler*innen- und Pendler*innen-Verkehr und ebenso der Erreichbarkeit von Gesundheits-, kulturellen und Handelszentren. Durch die Verlagerung auf die Schiene entlastet sie den kollabierenden Straßenverkehr und stellt eine ökologisch verantwortbare Alternative zu ihm dar. 

In Verbindung mit der parallel dazu vorgesehenen Elektrifizierung der Zollernalbbahn bietet die Regiostadtbahn auch die bessere Anbindung unseres Landkreises an den Interregio- und den Bahnfernverkehr. Für uns GRÜNE mindestens ebenso wichtig ist aber die kleinräumige, lebensortnahe Möglichkeit der klimafreundlichen und sozialverträglichen Alltagsmobilität innerhalb unseres Landkreises und der Region.

In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Reaktivierung bestehender und ehemaliger Bahnstrecken eine neue und hohe Bedeutung. Die „Talgangbahn“ von Onstmettingen nach Ebingen ist bereits fester Bestandteil der Regiostadtbahn und hat ihre Effizienz bereits nachgewiesen. Sinnvoll und von uns unterstützt sind auch Pläne der Wiederinbetriebnahme der „Eyachtalbahn“ auf der noch bestehenden Schienenverbindung von Hechingen über Haigerloch – Eyach nach Horb, und damit die Anbindung an die „Gäubahn“. 

Ebenso zielführend erachten wir das schon seit Jahrzehnten geforderte Projekt der Wiederherstellung der Bahnlinie Balingen – Rottweil, die neben großem Potenzial für den Schüler*innen- und Pendler*innen-Verkehr auch kürzere und umsteigefreie Anbindung an den Fernverkehr in Richtung Schweiz und den europäischen Süden verspricht.