St.Michael – Geislinger Kita mit überzeugenden Konzepten in schönen Räumen

Am Freitag war Erwin Feucht, Landtagskandidat für Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit Sevgi Turan-Rosteck, Fraktionskollegin im Stadtrat Balingen, zu Besuch in der Kita St.Michael, das zugleich auch Familienzentrum ist. Dort wurden Sie von Daniela Hatzenbühler, Gruppenleiterin der Einrichtung herzlich Willkommen geheißen und ausführlich über das gelingende Konzept und die Haltung der Menschen dort informiert.

Besonders beeidruckt haben dabei gleich der helle Bau mit dem großen Ausßenbereich. Innen sind die Räume mit bodentiefen Fenstern lichtdurchlutet und strahlen in hellen Farben und mit viel Holz eine Wohlfühl-Atmosphäre aus. „Wäre ich noch Kind, würde ich hier in die Kita gehen wollen“, so Frau Turan-Rosteck.

Die Kinder halten sich so viel wie möglich im Freien auf, wo sie neben einem Bienenvolk und einer eigenen Honigproduktion sich auch in einem spannenden Spielplatz austoben können. Mit Kopf, Herz und Hand können sich die Kleinen dabei entwickeln. Die gesamte Anlage bietet Möglichkeiten zur Entfaltung mit allen Sinnen. Ob es das Klettern, das Basteln, die Torwand, der Baum der Wünsche oder der Sandplatz und der Rasen ist. Hier ist für Jeden etwas dabei. Und die Kinder entscheiden selbst, wo genau sie spielen wollen und welches Projekt sie weiter verfolgen möchten.

Denn im Inneren des Gebäudes sind die Räume nach erlebnispädagogischen Kriterien ausgestattet. Es gibt es einen Kreativraum mit einer Forscherecke und ein angrenzendes Zimmer für die Gestaltung von Rollenspielen. Es gibt es ein Leseatellier, mit einem gemütlichen Bett und einer Zelthöhle, in der die Kinder sich Bücher ausleihen und sich zum gemütlichen Lesen zurückziehen können. Auch können Taschen mit einem Buch und den entsprechenden Requisiten für ein Nacherleben und Spielen der Geschichte für Zuhause ausgeliehen werden. Und das gibt es in verschiedenen Sprachen, so dass auch nicht-Deutsch sprechende Eltern, mit Ihren Kindern lesen und spielen können. In der Holzwerkstatt, die Teil der Werkzeugpädagigik ist, wirken die „Werkstatt-Opas“, so werden sie liebevoll von den Kindern genannt, aktiv mit. Von der Ausstattung bis zur Durchführung der Projekte mit Holz, ist ehrenamtlicher Begleiter mit dabei gewesen. Bis Corona kam.

Insgesamt ist die Kita St. Michael mit 88 Plätzen voll ausgebucht. Davon gehen ca. 35 Kinder in 2 Krippengruppen, zu den sogenannten „Nestwärmern“. Die anderen 53 Kinder von 3-6 Jahren sind auf weitere 2 Gruppen aufgeteilt. Insgesamt sind 10 Erzieher*innen in St. Michael beschäftigt. Aber da nicht alle in Vollzeit arbeiten, sind auch dort die Gruppengrößen voll ausgelastet. Und genau darin sieht Daniela Hatzenbühler ein großes Problem. Denn wenn die Gruppen kleiner wären, könnte eine noch intensivere Begleitung der Kinder stattfinden. Vor allem in der frühkindlichen Bildung ist der Wissensdurst und die Neugierde auf Unbekanntes so groß, dass dies unbedingt noch mehr unterstützt werden sollte. Doch dafür benötigt es mehr Peronal, der aber auch durch das „Gute Kita gesetz“ immer noch nicht ausreichend verfolgt wird.

Sie selbst haben mit Ihrem Konzept nach Lösungen gesucht und gemeinsam mit den engagierten Geislinger Eltern und Bürger*innen als auch des Trägern ein Familienzentrum aus der Kita gemacht, so Hatzenbühler. Das bedeutet, dass der Eingangsbereich in ein Kindercafe umgestaltet wurde, wo sich Bürger*innen aller Generationen gemeinsam mit den Kindern aufhalten können. Dabei geht es um die Begegnung miteinander. Die Unterstützung durch Vereine und die von älteren Mitmenschen ermöglicht ein schönes Gemeinschaftsfühl und des Verständnisses füreinander. Neben den Grundpfeilern der Betreuung und Bildung ist die Begegnung ein wichtiges und gelebtes Element im Konzept von St. Michael.

Der Einsatz von digitalen Medien wird dort allerdings nicht verschmäht. Mit einem Flachbildfernseher, den eine Familie gespendet hat, können sie den Kindern auch über Youtube Erklärvidesos zeigen und auch eigene Videoaufzeichnungen vorspielen. Allerdings hapert es auch in Geislingen an der Ausstattung von Laptops/PCs für die Mitarbeiter*innen. Genau 2 solcher Geräte stehen ihnen zur Verfügung um die gesamte Dokumentation aller 88 Kinder und die sonstigen Verwaltungsaufgaben zu erledigen. Hier bedarf es noch einer Verbesserung.

Daniela Hatzenbühler lebt dieses Konzept gemeinsam mit Ihren Kolleg*innen und allen mitwirkenden Akteuren. Durch ihre Ausbildungen zur Traumatherapeutin und systemischen Kinder- und Jugendtherapeutin als auch Familienberaterin ist sie in vielfältigem Einsatz zum Wohle der Familien.

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