Unterwegs bei Dr. Steffen Amman, Geschäftsführer der Sanetta GmbH in Meßstetten

Am 2. Februar hatte Erwin Feucht die Gelegenheit ausführlich mit einem der Geschäftsführer der Sanetta GmbH, Dr. Steffen Amman, über Nachhaltigkeit und die aktuelle Situation zu sprechen. Die Firma Sanetta verwende überwiegend Bio-Baumwolle, führte Dr. Amman zu Beginn aus. Ein weiterer wichtiger Aspekt einer nachhaltigen Produktion sei, dass ein großer Teil in eigenen Werken in den EU-Staaten Bulgarien und Rumänien gefertigt wird. Hierbei werden vor allem Stoffe nach dem Standard des international anerkannten Siegels GOTS (Global Organic Textile Standard) verarbeitet „Wir haben mit der nachhaltigen Produktionskette begonnen“, so Dr. Ammann weiter, “ als dies bei den Einkäufern noch ein „nice-to-have“- … gewesen ist und noch keine … allgemeine Anforderung in der Branche“. 

Erwin Feucht fragte nach dem Ausblick für die „Nach-Corona“-Zeit: „Mit den Vertretern des HGV in Albstadt und Balingen habe ich in diesem Zusammenhang schon über die Entwicklung der Innenstädte gesprochen“. Der Sanetta-Geschäftsführer gab der Hoffnung Ausdruck, dass es zu einer Rückbesinnung auf lebendige Innenstädte mit den Vorzügen des „Shopping-Erlebnisses“ kommen werde. Dies müsse mit einem Wertewandel einhergehen, der in der Konsumentscheidung das nachhaltige Textilprodukt wieder wert schätze.

Herr Feucht fragte nach der Bedeutung des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs für Sanetta in Meßstetten – so durch die Talgangbahn oder die Regionalstadt-Bahn bis Albstadt. Dies ein eines seiner Kernthemen. Herr Amman teilte die Einschätzung des Besuchers, dass ein gut getakteter Bahnverkehr mit einer Bus-Anbindung einen großen Fortschritt und eine Verbesserung des Standortes Meßstetten bedeuten würde.

Was die grundlegende Nachhaltigkeit anbetrifft, beabsichtigt Sanetta, die Prozesse am Standort Meßstetten und später im ganzen Unternehmen in allen Aspekten überprüfen zu lassen um entsprechend umsteuern zu können. Hierfür bestehe eine Kooperation mit der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen, die einen Fachbereich Nachhaltigkeit aufweise. Eine Master-Studentin untersucht zur Zeit alle Abläufe mit dem Ziel, eine EMAS-Zertifizierung (Eco Management and Audit Scheme) zu erhalten.

Diese Auskunft traf bei Erwin Feucht auf offene Ohren. „Im Landtag wird die systematische Unterstützung mittelständischer Unternehmen bei der Erlangung entsprechender Öko-Zertifizierungen einer meiner Schwerpunkte sein. Die Landesregierung müsse die Möglichkeiten dafür schaffen, dass beraten und gecoacht werden“.

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