Unsere Kinder sind unsere Zukunft!

Die Pandemie zeigt uns eindringlich, wie verletzlich wir sind und macht die vernachlässigten Baustellen der vergangenen Jahre in unserem Bildungssystem deutlich sichtbar. 

Wir können ab jetzt nicht mehr wegschauen und so tun, als wäre alles in Ordnung in unserer Bildungspolitik. Wir müssen genau hinschauen und schnellstmöglich reagieren. Dabei heißt es in Dialog mit Lehrer*innen, Schulleitungen, Schüler*innen und Eltern zu gehen und die Schwachstellen gemeinsam aufzudecken und diese aufzuarbeiten.

Wir dürfen dabei kein Kind verlieren! Gerade unter Pandemie-Bedingungen müssen gerechte Chancen auf eine gute Zukunft gewährleistet sein. Die durch die Corona-Pandemie nun noch verstärkte ungleiche Chancenverteilung auf eine gute Zukunft muss nun endlich verbessert werden. Jetzt, da die Baustellen mit ihren Schwachpunkte so offen liegen ist es an der Zeit, schnell und konkret zu handeln.

Das heißt konkret:

1. Qualitativer Ausbau der Ganztagsschulen
Die Ganztagsschulen müssen schneller flächendeckend eingeführt werden. Dabei ist auf die pädagogische Qualität und der vielfältigen Gestaltung des Ganztags zu achten. Schüler*innen sollten Fördermöglichkeiten als auch Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung erhalten. Diese sollten neben der schulischen Bildung auch kulturelle, musische, technische und sportliche und  Angebote beinhalten. Dadurch können wir eine bessere Chancengleichheit erreichen. 

2. Gesundes Essen für unsere Schulen
Das Essensangebot sollte für unsere Schüler*innen, Lehrer*innen und alle Angestellten bio, regional und fair gehandelt, produziert sein. Nicht Jede*r hat die Möglichkeit täglich ein gesundes und warmes Essen zu  bekommen. Die finanzielle Situation des Elternhauses sollte nicht über die Gesundheit und damit auch Leistungsfähigkeit und Zukunft des Kindes entscheiden.

Dabei ist ein gemeinsames Essen wichtig für für das soziale und gesellschaftliche Miteinander. Schule ist nicht nur ein Bildungsort sondern auch ein auch ein sozialer und kultureller Lernort.

3. Erhaltung unserer Grundschulen
Wir müssen unsere Grundschulen erhalten und dürfen diese nicht aufgrund von Sparmaßnahmen schließen. In kleine Lerngruppen können die Kinder bestmöglich gefördert und gefordert werden. Sprachförderunterricht und der Anfangsunterricht können hier intensiv stattfinden, so dass die Schüler*innen Freude an der Schule haben und eine gute Voraussetzung in Richtung eines positiven Bildungserfolgs geleistet wird. 

4. Lehrer*innen, Pädagogen*innen und Schulsozialarbeiter*innen stärken
Wir benötigen mehr Lehrpersonal! Die Misswirtschaft bezüglich der Einstellungen in den vergangenen Jahrzehnten muss aufhören. Wir benötigen weitaus mehr Lehrer*innen, Pädagogen*innen und Schulsozialarbeiter*innen um die Lernenden besser unterstützen und begleiten zu können. Die Aufgaben der Schule sind umfangreicher geworden, als sie es einst waren. Dafür benötigen wir sowohl kleinere Lerngruppen um die Bildungsinhalte besser vermitteln zu können als auch weitere pädagogische Mitarbeiter*innen in unseren Bildungseinrichtungen.

5. Schulleitungen stärken
Die Schulleitungen benötigen mehr Leitungszeit. Wir dürfen dies nicht nach der Anzahl der Schüler*innen beurteilen. Die zahlreichen und engmaschigen statistischen Erhebungen und Dokumentationen benötigen einen immer größeren Zeitaufwand. Die pädagogische Arbeit und die Fürsorge für das Kollegium dürfen nicht darunter leiden. Die Schulleitungsstunden müssen für ein gesamtes Leitungsteam erhöht und angepasst werden.

9. Unterstützung unserer Schulen mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten 
Manchen Kindern und Jugendlichen kann die inklusive Teilhabe an einer Regelschule nicht gerecht werden. Menschen benötigen eine Förderung entsprechend ihrer persönlichen Situation. Diese sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren leisten hier eine großartige Arbeit und benötigen von uns mehr Ressourcen zur Unterstützung der Kinder und Jugendlichen. 


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