Sozialer Zusammenhalt

Integration ist eines der vielen Themen, die mir sehr am Herzen liegen. Aber was heißt eigentlich „Integration“? Der Wortbedeutung nach ist Integration die „Herstellung einer Einheit“. Neue Mitbürger*innen und solche, die schon länger oder schon immer hier leben, bilden eine neue Einheit. Ein schönes Bild, aber auch keine einfache Aufgabe. Denn das bedeutet, dass beide Seiten sich bewegen müssen, aufeinander zugehen müssen.

Wir brauchen Chancengleichheit – unabhängig von Herkunft oder Nationalität – in der Schule, bei der Arbeit, in der Politik. Alle Menschen sollen ihre Potenziale entfalten und ihr Leben in Freiheit gestalten können. GRÜNE Gesellschaftspolitik verwirklicht gleiche Rechte für alle – für eine zukunftsfähige, kreative und gerechte Gesellschaft.

Ich werde unsere Landesgrünen auf Bundesebene unterstützen, dass niemand, der in Arbeit oder Ausbildung ist, abgeschoben wird. Wir brauchen darüber hinaus endlich auch ein modernes Einwanderungsrecht. Integration muss man umsetzen, nicht aussitzen.

Integration kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten offen sind Neues anzunehmen: Neue Nachbarn, eine neue Sprache, neue Lebensweisen. „Integration möglich machen“ bedeutet für mich in unserem Landkreis unter anderem: Angebote schaffen, die unseren neuen Mitbürgern*innen helfen, so schnell wie möglich auf eigenen Füßen zu stehen. Dazu zählen Sprachkurse, die sie besuchen können und sollen, Praktika, Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze, in denen sie eine faire Chance bekommen. Aber auch Orte der Begegnung sind wichtig, nicht nur ganz selbstverständlich in Nachbarschaft, Kindergarten, Schule, im Verein, am Arbeitsplatz und im eigenen Wohnzimmer, sondern auch in besonderen Einrichtungen, wie etwa im Café Asyl.

Seit vielen Jahren setzte ich mich im Arbeitskreis Asyl Balingen für ein besseres Miteinander ein. Wichtig sind NGO-Initiativen wie die Brücke Balingen-Bangladesch. Ich möchte mich auf Landesebene für mehr Unterstützung wichtiger Selbsthilfeprojekte einsetzen.

Die GRÜN geführte Landesregierung hat in den letzten Jahren viele sinnvolle Programme auf den Weg gebracht. Ich möchte dafür gerne zum Vermittler zwischen kommunaler und Kreisebene und Wohlfahrtsverbänden werden.

Nur gemeinsam können wir es schaffen, eine neue Einheit zu werden!

Der soziale Kitt in unserer Gesellschaft, die Kultur, die Bildung und Integration sind in diesen Zeiten noch wichtiger geworden. Die Kluft in den sozialen Ebenen wieder zu schließen, darin sehe ich meine Aufgabe.

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