Landwirtschaft und gesundes Essen

Die Landwirtschaft, und insbesonders die regionale Landwirtschaft, braucht eine starke Stimme. In vielen Bereichen sind die ersten wichtigen Schritte in Richtung Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Ökologie getan. 

Ein Indikatorensystem wurde entwickelt, der Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“, FAKT, eine „Baden-Württemberg bleibt gentechnikfrei“ Zone wurden auf den Weg gebracht. Aber es muss noch mehr werden und ein stärkeres Umdenken, auch seitens der Verbraucher, stattfinden. Nur eine starke regionale Landwirtschaft wird in einer Krise überleben können. Wir lösen uns somit auch von  Abhängigkeiten von Zulieferern, Transport oder gar Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern. 

Ich denke, es wird uns allen zunehmend klar, wie wertvoll eine sichere regionale Versorgung ist. Zu wissen, woher die Produkte kommen und wie und wo sie produziert wurden. Die Verbraucher und die Landwirtschaft müssen wieder zusammenrücken. Schrumpfende Einkommen und steigende Kosten zwingen viele Bauern*innen zum Ausstieg und die schlechten Zukunftsperspektiven führen auch zu weniger Hofnachfolgern*innen.

Eine konkrete Unterstützung ist die Umsetzung unserer Vorhaben in unseren öffentlichen Kantinen und Mensen. Täglich werden hunderttausende Bürger*innen in Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Behörden verpflegt. Hier hat es die Politik in der Hand, nicht den billigsten Anbieter zu nehmen, sondern die Vorgabe anzuordnen mit biozertifizierten, nachhaltig angebauten, Tierwohl-gerechten, regionalen und fair gehandelten Produkten zu arbeiten. Öffentliches Geld für gesundes Essen!

Das Überraschende ist: fast alle Umfragen und Untersuchungen zeigen, dass wir Menschen eine bäuerlich strukturierte Landwirtschaft wünschen. Gleichzeitig unterstützt die Mehrheit der Politiker*innen und Verbraucher*innen aber eine Agrarpolitik die genau das Gegenteil bewirkt.

Meine konkreten Vorhaben lauten deshalb:

  1. Ich möchte regionale Betriebe und Vereine – wie Uria e.V., Solawi Zollernalb e.V., b2, Mellifera e.V., bei Ihrer Arbeit unterstützen. Auch nachhaltige Projekte und Aktionen werden von mir unterstützt, wie z.B. die Xäls eG der Region Neckar-Alb.
  2. Es bin für einen regionalen Schlachthof im Zollernalbkreis. Hier drängt die Zeit, und es benötigt auch die Bereitschaft der regionalen Metzgereien und Landwirt*innen sich mit einzubringen.
  3. Die Zukunft der Landwirtschaft sind ökologisch bewirtschaftete Höfe – ich unterstütze Betriebe bei ihrer Umstellung in unserer Region. 
  4. Ich setze mich für den Erhalt von Streuobstwiesen ein, denn sie sind ein Paradies der Artenvielfalt.

Wir müssen unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. Mit uns GRÜNEN im Land werde ich mich auf Bund und EU-Ebene für diese drei wichtigen Themen einsetzen:

  1. Ein Tierwohlgesetz, das seinen Namen auch verdient. Von der Haltung, über die Fütterung bis hin zum Transport.
  2. Subventionen nicht nach Größe, sondern nach Qualität und Nachhaltigkeit der Betriebe.
  3. Radikale Insektenkiller wie z.B. Neonikotinoide verbieten.

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