Internationaler Tag des Ehrenamtes

In der Reihe der Informationsbegegnungen traf der Kandidat von Bündnis 90 / Die GRÜNEN für die Baden-Württembergische Landtagswahl in nächsten Jahr, Erwin Feucht, beim der TSG Balingen Frau Hirthe und Frau Lubitz. 

„Wo, wenn nicht bei den Sportvereinen, trifft man so viele unermüdliche Ehrenamtliche“ betonte Erwin Feucht zu Beginn des ausführlichen Gesprächs.

Frau Hirthe untermauerte diese Einschätzung mit einigen Zahlen. Beim, nach dem Schwäbische – Alb Verein, größten Verein im Kreis sind ca. 130 ehrenamtliche Personen tätig. Viele von den rund hundert Übungsleitern*innen und Trainern*innen gehören auch in diese Gruppe.

Frau Lubitz machte in diesem Zusammenhang auf eine der zahlreichen Einschränkungen durch die COVID19 – Pandemie aufmerksam: die andere Gruppe bei den Übungsleitern*innen und Trainern*innen seien Soloselbständige, die nun ohne diese Einkünfte auskommen müssten.

Für die Balinger Bürger*innen sei gravierend, dass viele Ereignisse Corona-bedingt ausfallen mussten: der Stadtlauf, die Ehrungen für verdiente Mitglieder*innen und die Gesundheitsmesse mit ihrem Effekt auf die Mitgliederwerbung für den Breitensport.

Ganz besonders schwierig sei die Situation nach der kurzfristigen Schließung der Kreissporthalle Balingen für den Vereinssport gewesen. Es gäbe keine Ausweichmöglichmöglichen in geeigneter Größe und Anzahl.

Frau Hirthe ergänzte „Die Pandemie hat das Problem der Übungs- und Trainingsräumlichkeiten erneut drastisch vor Augen geführt. Schulsporthallen sind oft erst ab 17.00 Uhr für die Vereine zugänglich“. Viele sportliche Aktivitäten benötigten keine großen Flächen und vor allem fänden sie ohne Zuschauer statt. „Können nicht einige der zahlreichen leer stehenden gewerblichen Hallen genutzt werden – wenn auch nur temporär?“ Der Aufwand für Umbau und Betrieb seien überschaubar. 

An diesem Punkt hakte Erwin Feucht ein, mit der Zusage, die Möglichkeiten der Landespolitik zu prüfen und die Idee weiter zu verfolgen. Ein Landesförderprogramm könnte die Kommunen und Vereine dabei unterstützen, solche Leerstände zu finden und auf die Eignung als Sportraum zu überprüfen. Eine mögliche Unterstützung der Umbauten müsse in diesem Zusammenhang diskutiert werden.

Trotz der schwierigen Hallensituation müsse, so Frau Hirthe, der positive Beitrag der Stadt Balingen hervorgehoben werden, die den Vereinen die Nutzung der Hallen kostenlos anbiete. Dies erlaube einen sehr geringen Jahresbeitrag (auch für Familien), der überdies noch für alle Sparten der TSG gelte. In anderen Städten, wie z.B. Albstadt sei dies nicht der Fall, was zu höheren Beiträgen und manchmal sogar zu einer bedrohlichen Finanzlage der Vereine führe.

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